{"id":448,"date":"2017-11-04T11:30:08","date_gmt":"2017-11-04T10:30:08","guid":{"rendered":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/?page_id=448"},"modified":"2017-11-12T22:52:50","modified_gmt":"2017-11-12T21:52:50","slug":"der-schwarzstorch","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/?page_id=448","title":{"rendered":"Der Schwarzstorch im Odenwald"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-454\" src=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Bildschirmfoto-2017-11-04-um-11.04.44.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-11-04 um 11.04.44\" width=\"456\" height=\"356\" srcset=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Bildschirmfoto-2017-11-04-um-11.04.44.png 752w, http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Bildschirmfoto-2017-11-04-um-11.04.44-300x234.png 300w\" sizes=\"(max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Studien:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SchwarzstorchstudieOdenwald2016-2-1.pdf\" target=\"_blank\">Der Schwarzstorch im Odenwald \u2013 Brutjahr 2017 \u2013<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SchwarzstorchOdenwald2017V2.pdf\" target=\"_blank\">Der Schwarzstorch Ciconia nigra im Odenwald\u2013 Brutjahr 2016 \u2013<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SchwarzstorchOdenwald2017V2.pdf\" target=\"_blank\">\u00a0und weiterf\u00fchrende Untersuchungen zum Finkenberg<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-453 alignleft\" src=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Bildschirmfoto-2017-11-04-um-10.58.30.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-11-04 um 10.58.30\" width=\"186\" height=\"140\" \/><\/h2>\n<p><strong>Gesamtfazit<\/strong><br \/>\nDie Siedlungsdichteerfassung des Schwarzstorches im Odenwald bzw. seine Gesamtpopulation erbrachte in 2017 etwa 14 Revierpaare.\u00a0\u2028Waren bis 2014 noch keine Brutpaare bekannt und kursierten nur vage Vermutungen\u00fcber m\u00f6gliche Brutvorkommen im Bereich Hesseneck, so ist die Odenw\u00e4lder Population des Schwarzstorches zweifelsfrei bis 2014 \u00fcbersehen worden.\u00a0 Bereits in einer ersten beinahe fl\u00e4chendeckenden Kartierung der Art in 2016 wurden 12 Revierpaare nachgewiesen, BERND 2017a.<br \/>\nDie Definition Revierpaar\/Brutpaar erfolgt nach ornithologisch standardisierten Vorgaben und ist nicht anzuzweifeln, wenn auch f\u00fcr viele Fachkollegen und Beh\u00f6rden die \u00fcbersehene Lokalpopulation \u00fcberraschend sein mag.<br \/>\nAktuell konnte in der fortlaufenden Studie eine fl\u00e4chendeckende Verbreitung des Schwarzstorches im Odenwald nachgewiesen werden.\u00a0 S\u00e4mtliche f\u00fcr die Art nutzbaren Lebensr\u00e4ume sind besiedelt. In einigen Bereichen besteht der Verdacht auf weitere Revierpaare, doch kann es aufgrund der hohen St\u00f6rungsanf\u00e4lligkeit bzw. hohen St\u00f6rungsintensit\u00e4t auch zu j\u00e4hrlichen Verlagerungen der Reviere kommen, bzw. k\u00f6nnen Brutabbr\u00fcche Paare im Umfeld vort\u00e4uschen.\u00a0 So f\u00e4llt auf, dass bei bekannten Horststandorten, trotz intaktem Horst, dieser zwar aufgebaut wurde aber h\u00f6chstwahrscheinlich ein weiterer Horst im Umfeld genutzt wurde, da zu sp\u00e4teren Zeitpunkten Familienverb\u00e4nde oder frisch fl\u00fcgge Jungv\u00f6gel zu beobachten waren.<br \/>\nWeiterhin zeigen zwei abg\u00e4ngige Horste die Gefahr der Anlage in Kiefern mit schlechter Horstunterlage. Hier kann einfach durch Horstplattformen eine Abhilfe geschaffen werden. Wichtig w\u00e4re auch die Verlegung (Erdkabel) von Freileitungstrassen vor allem im Bereich weitr\u00e4umig verkabelter Nahrungshabitate, wie im Finkenbachtal.<br \/>\nAbermals wurden artenschutzfachliche und naturschutzrechtliche Kriterien erl\u00e4utert, die im Ergebnis einem weiteren Ausbau der Windenergienutzung im Odenwald einen eindeutigen und unwiederbringlichen Umweltschaden an der Population des Schwarzstorches aufgrund seiner Verhaltens\u00f6kologie attestiert und demnach ein sofortiges WEA-Ausbaumoratorium zu verlangen ist. Weiterhin wird dies damit begr\u00fcndet, dass die aktuelle Genehmigungs-praxis einen widerrechtlichen Charakter besitzt und diametral dem vorrangigen Art. 9 Abs. 1 der Vogelschutzrichtlinie zuwiderl\u00e4uft.<br \/>\nDen zust\u00e4ndigen Naturschutzbeh\u00f6rden und Genehmigungsbeh\u00f6rden ist dieser Sachverhalt mindestens seit 2014 (BERND 2014A-C) bekannt. Ab diesem Zeitpunkt w\u00e4ren bei Einhaltung der aktuellen Gesetzeslage keine WEA-Genehmigungsverfahren mehr anzunehmen gewesen.<br \/>\nAuch w\u00fcrde eine seri\u00f6se UVS oder ornithologische Vorpr\u00fcfungen im Rahmen von Regionalpl\u00e4nen oder Fl\u00e4chennutzungspl\u00e4nen sowie die einzelnen BImSchV zur Art Schwarzstorch zu keinem anderen Ergebnis f\u00fchren als die hier vorliegende Studie, u.a. dadurch nicht, da der Schwarzstorchpopulation im Mittelgebirgsraum Odenwald derselbe Umweltschaden wie der Schwarzstorchpopulation im Vogelsberg droht. Dies ist zwingend auf Ebene der Genehmigungspraxis zu w\u00fcrdigen. \u2028Hier liegen von allen beteiligten Seiten schwerste artenschutzfachliche und naturschutzrechtliche Vers\u00e4umnisse vor, die offensichtlich derart \u2028schwer zu ertragen sind, dass es noch nicht zu Verhaltens\u00e4nderungen in der Antrags- und Genehmigungspraxis sowie zum politischen Umdenken gef\u00fchrt hat.<br \/>\nHier sei auf die Ver\u00f6ffentlichung von BICK &amp; WULFERT (2017) hingewiesen, die diverse Fachkonventionen als ma\u00dfgeblich zu ber\u00fccksichtigen auff\u00fchren, hierunter auch die LAG-VSW-2015, u.a.. U. Bick ist Richterin am BVerwG (9. Revisionssenat). In diesem Aufsatz wird abermals auf das Erfordernis der Vermeidung signifikanter T\u00f6tungen zur D. Bernd (2017) Der Schwarzstorch im Odenwald Brutjahr 2017<br \/>\nSeite 53<br \/>\nRechtssicherheit verwiesen sowie auf das h\u00f6chste Schutzgut der Erhaltung der Population in einem g\u00fcnstigen Erhaltungszustand.<br \/>\nWeitere Umweltsch\u00e4den an der Lokalpopulation des Schwarzstorches im Dreil\u00e4ndereck Hessen, Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg lassen sich demzufolge nur vermeiden, indem die energiepolitische Nutzung der WEA-Technologie einem sofortigem Moratorium im Odenwald unterzogen wird.<\/p>\n<p>Aus der Studie <a href=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SchwarzstorchstudieOdenwald2016-2-1.pdf\" target=\"_blank\">Der Schwarzstorch im Odenwald \u2013 Brutjahr 2017 \u2013\u00a0 Seite 52<\/a><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SchwarzstorchstudieOdenwald2016-2-1.pdf\">SchwarzstorchstudieOdenwald2016-2 (1)<\/a> <a href=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SchwarzstorchOdenwald2017V2.pdf\">SchwarzstorchOdenwald2017V2<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Studien: Der Schwarzstorch im Odenwald \u2013 Brutjahr 2017 \u2013 Der Schwarzstorch Ciconia nigra im Odenwald\u2013 Brutjahr 2016 \u2013 \u00a0und weiterf\u00fchrende Untersuchungen zum Finkenberg &nbsp; &nbsp; &nbsp; Gesamtfazit Die Siedlungsdichteerfassung des Schwarzstorches im Odenwald bzw. seine Gesamtpopulation erbrachte in 2017 etwa 14 Revierpaare.\u00a0\u2028Waren bis 2014 noch keine Brutpaare bekannt und kursierten nur vage Vermutungen\u00fcber m\u00f6gliche &hellip; <a href=\"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/?page_id=448\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Der Schwarzstorch im Odenwald<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/448"}],"collection":[{"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=448"}],"version-history":[{"count":8,"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":456,"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/448\/revisions\/456"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/23"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/gesundheit-und-naturschutz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}